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J.G. Bellett Die moralische Herrlichkeit unseres Herrn Jesus Christus als Mensch |
... Es hat jemand von dem Herrn Jesus gesagt, dass seine Entwicklung als Mensch ganz natürlich gewesen sei. Diese Bemerkung ist sehr schön und zutreffend. Der letzte Vers in Lukas 2 bestätigt das deutlich. Es gab in Jesus nichts von unnatürlichem Wachstum: Er nahm in allem zu in regelrechter Weise. Seine Weisheit hielt gleichen Schritt mit seiner Statur und seinem Alter; zuerst war Er ein Kind, dann ein Mann. Als der Mann (als der Mann Gottes in dieser Welt) zeugte Er von der Welt, dass ihre Werke böse seien, und Er wurde von ihr gehasst; aber als Kind (ich möchte sagen, als ein Kind nach dem Herzen Gottes) ist Er seinen Eltern untertan und befindet sich unter dem Gesetz, und zwar als jemand, der vollkommen ist; und unter solchen Umständen nahm Er zu an Gunst bei Gott und den Menschen. Doch obwohl es bei Ihm ein Fortschreiten gab, zeigte sich doch niemals eine verdunkelnde Wolke, niemals etwas Verkehrtes, niemals ein Fehler; und das ist es, was Ihn von jedem anderen Menschen unterscheidet. Von Maria, seiner Mutter, wird gesagt, dass sie alles, was Jesus betraf, in ihrem Herzen bewahrte; und doch legten sich Wolken, Unruhe und selbst Finsternis auf ihre Seele, so dass der Herr zu ihr sagen musste: «Warum habt ihr mich gesucht?» (Lukas 2,49). Bei Jesus dagegen zeigte sich das Fortschreiten stets in ein und derselben Form von moralischer Schönheit. Sein Wachstum war immer der Zeit gemäss, und ich darf hinzufügen, dass, so wie seine Entwicklung als Mensch ganz und gar natürlich war, auch sein Charakter in allen seinen Kundgebungen sich als durchaus menschlich erwies ... |
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