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Edward Dennett Unausforschliche Reichtümer |
... «Der HERR ist mein Hirte» (Psalm 23,1). Alles hängt von der Beziehung ab, ob also auch wir wirklich eine solche Sprache reden können. Dass der Herr ein Hirte ist, kann jeder sagen; von daher liegt die Bedeutung dieser Aussage ganz auf dem Wörtchen «mein». Zu sagen «mein Hirte», ist die Sprache des Glaubens: Das Wort «mein» ist also die Eingangstür zu diesem Psalm. Wie gesegnet ist es, wenn auch wir uns diese Worte zu eigen machen und sagen können: «Der Herr Jesus ist mein Hirte.» Und was folgt darauf? «Mir wird nichts mangeln.» Uns wird nichts mangeln, und zwar nicht deshalb, weil wir Schafe sind, sondern weil Er unser Hirte ist. Dieser Schluss folgt nicht aus dem, was wir für Ihn sind, sondern aus dem, was Er für uns ist. Dies deutlich zu sehen, kräftigt die Seele sehr, denn viele von uns sind geneigt, bei sich selbst anzufangen; und wenn wir als Folge davon merken, welche armseligen, schwachen und wankelmütigen Geschöpfe wir sind, befallen uns nur Zweifel und Ängste. Wenn wir aber beim Herrn anfangen und auf das sehen, was Er in sich selbst ist, aber auch in der Beziehung zu uns, dann werden wir auch die wohlbegründete Gewissheit erlangen: «Mir wird nichts mangeln.» Denn es ist ganz bestimmt so, dass der Hirte auch für seine Schafe sorgt. Wie töricht wäre es, wenn Kinder in Frage stellten, dass ihre Eltern auch morgen für ihre Bedürfnisse sorgen. Noch törichter aber wäre es, wenn wir dies täten – wo wir doch einen solchen Hirten haben! Unseren Herzen genügt es zu wissen, dass Er unser ist; und in dieser lieblichen Zuversicht können wir alles den Händen dessen überlassen, der «seine Herde nähren (weiden) wird wie Schafe» (Jesaja 40,11) ... |
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