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Christian Briem
Grammatik zum Neuen Testament *

... Das Wort «Verbum» ist die lateinische Wiedergabe des griechischen Wortes rhéma und bedeutet einfach «Wort», und das zeigt, dass diese Bezeichnung ursprünglich alle Teile einer Sprache umfasste. Aber das Verb ist das hervorragende Element der indo-germanischen Sprachen und verdient deswegen unumstritten diese besondere Bezeichnung – «Wort». Diesem Wort, dem Verb also und seinen verschiedenen Formen, gilt unsere besondere Aufmerksamkeit.
Das Verb (oder Tätigkeits- bzw. Zeitwort), drückt grundsätzlich zwei Gedanken aus: Tätigkeit, Existenz oder Zustand auf der einen Seite, und auf der anderen Behauptung oder Erklärung. Wenn ich sage: «Die Schöpfung besteht schon lange», dann drückt dieser Satz Existenz, nämlich das Bestehen der Schöpfung aus; wenn ich sage: «Die Liebe liebt zu dienen», dann liegt eine Erklärung, Behauptung oder Feststellung vor. Der Träger des Gedankens ist jeweils das Verb, im ersten Fall ist es das Verb «bestehen», im zweiten Satz finden sich sogar zwei Verben: «lieben» und «dienen». Substantive (Hauptwörter) und Adjektive (Eigenschaftswörter) können ebenfalls Tätigkeit, Existenz oder Zustand ausdrücken, niemals aber können sie etwas behaupten oder erklären oder feststellen. Das Hauptwort «Kälte» zum Beispiel oder das Eigenschaftswort «heiss» bezeichnen durchaus einen Zustand, aber beide können nicht erklären oder feststellen, wann oder wie lange dieser Zustand besteht. Gerade diese Funktion aber übernimmt das Verb ...


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Viele wandeln, von denen ich euch oft gesagt habe, nun aber auch mit Weinen sage, dass sie die Feinde des Kreuzes des Christus sind.

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