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Henri Rossier
Jakob – vom Überlister zum Anbeter

... Der erste Teil der Geschichte Jakobs ist zu Ende. Wir haben ihn im Elternhaus gesehen, ihn, der schon vor seiner Geburt der Gegenstand der Ratschlüsse Gottes war und später berufen wurde, im Glauben mit der Erfüllung dieser Ratschlüsse zu rechnen. Doch der Glaube (oder vielmehr Gott, der Gegenstand des Glaubens) genügte Jakob nicht. Sehr geschickt im Profitieren von Gelegenheiten, hatte er sich zunächst des Erstgeburtsrechts bemächtigt, das Gott ihm zugeteilt hatte, dann durch List und Betrug des väterlichen Segens, d.h. des Vorrechtes dessen, der jenes Erstgeburtsrecht besass. Sein Vater segnet ihn in der Meinung, er segne Esau: «Sei Herr über deine Brüder, und vor dir sollen sich niederbeugen die Söhne deiner Mutter!» (1. Mose 27,29). Scheinbar hatte also Jakob seine Absichten erreicht.
An diesem Punkt der Geschichte Jakobs tritt Gott auf den Plan. Wie wird Er seine Treue seinen Verheissungen gegenüber in Übereinstimmung bringen mit seiner Missbilligung der Sinnesart und der Wege seines Knechtes? Er kann in keinem Stück seine Verheissungen und Segnungen widerrufen, «denn die Gnadengaben und die Berufung Gottes sind unbereubar» (Römer 11,29); Er kann andererseits auch nicht das Böse stillschweigend übergehen. Seine Zucht entspricht einerseits den Forderungen seiner Treue und andererseits denen seiner Heiligkeit und vereinigt sie. Unter der Zucht Gottes wird Jakob dahin gebracht, seine Wege zu verurteilen und zu verabscheuen, eine völlige Verurteilung seiner selbst auszusprechen, um dann, wenn dieses Ergebnis erreicht ist, durch den Glauben in den Genuss der ihm gegebenen herrlichen Verheissungen einzutreten ...


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Viele wandeln, von denen ich euch oft gesagt habe, nun aber auch mit Weinen sage, dass sie die Feinde des Kreuzes des Christus sind.

Philipper 3,18

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